NADA SURF - Interview 2/2
if i had a hi-fi“ - Bevor man jetzt ein Spendenkonto zur Finanzierung einer Hi-Fi Anlage für Nada Surf einrichtet, sollte man den Titel ihres aktuellen Cover-Albums mal von hinten nach vorn gelesen haben. Denn abgesehen von der Lust an palindromösen Wortspielereien, haben Nada Surf natürlich auch Stereoanlagen. Und zu denen gehört ganz klassisch auch ein Plattenspieler mit jeder Menge Vinyl-Scheiben.
Für uns ein Grund die üblichen Interviewfragen im Schrank zu lassen und mit dem Trio aus New York vor ihrem Kölner Konzert einen Plattenladen anzusteuern.
Kaum war die Schwelle des Ladens überschritten, schwärmte man direkt in alle (Stil-) Richtungen aus und vertiefte sich so sehr ins Angebot, dass der Soundcheck schon fast ins Wanken geriet. Nur mit harter Selbstdisziplin konnten sie sich wieder loseisen und verließen mit dicken Plattenstapeln, zufriedenen Gesichtern und deutlich leichteren Brieftaschen wieder den Laden. Während Bassist Daniel Lorca ein paar rare Dub-, Cramps- und Einstürzende Neubautenplatten auftat, standen bei Matthew Caws und Ira Elliott besonders gut erhaltene Beatles-Scheiben ganz oben auf der Liste. Natürlich original Sechziger auf Parlophone und selbstverständlich in Mono.